Ursachen beim Mann


Die Gründe für die Unfruchtbarkeit eines Paares sind vielfältig. Auf den nächsten Seiten sind einige der häufigsten Ursachen, die den Mann betreffen, genauer beschrieben.

Wichtig ist jedoch immer zu bedenken, dass die ungewollte Kinderlosigkeit sehr komplex ist und auch z.B. die entstehende psychische Belastung (Stress) sich auf die Spermienqualität auswirken kann.

Oligoasthenoteratozoospermie (OAT)

Die OAT beschreibt ein Syndrom, das die eingeschränkte Qualität von Spermien zusammenfasst.

 

Oligozoospermie bedeutet eine verminderte Anzahl von Spermien. Normalerweise enthält 1 ml Ejakulat 20-250 Millionen Spermien.

 

Asthenozoospermie beschreibt die eingeschränkte Beweglichkeit der Spermien. Die Beweglichkeit wird in vier Gruppen unterteilt. In die Gruppe a fallen die Spermien, die sich schnell, gradlinig und zielorientiert bewegen. Mindestens 25% der Spermien sollten dieser Gruppe angehören. In die Gruppe b fallen die Spermien, die sich langsamer oder in Kreisen vorwärts bewegen. Die Gruppen a und b sollten zusammen mindestens 50% der Spermien ausmachen. In der Gruppe c werden diejenigen Spermien zusammengefasst, die nur ortsständig beweglich sind.

Diese Spermien zappeln, bewegen sich aber sehr langsam und kaum progressiv. Die Gruppe D wird aus den gänzlich unbeweglichen Spermien gebildet. Teratozoospermie beschreibt ein verändertes Aussehen der Spermien an Kopf, Mittelstück und Schwanz. Wenn weniger als 15% der Spermien normal geformt sind spricht man von Teratozoospermie.

Hierbei findet man vermehrt Spermien mit beispielsweise zwei Köpfen oder veränderter Kopfform, mit 2 Schwänzen oder Veränderungen im Halsbereich.

 

Jede Einschränkung der Samenqualität vermindert die Chancen auf eine natürlich eintretende Schwangerschaft.

 

Azoospermie

 

Von Azoospermie spricht man, wenn im Ejakulat gar keine Spermien zu finden sind. Eine Azoospermie kann durch genetische Erkrankungen, Entzündungen oder Tumore des Hodens, sowie nach Strahlen- oder Chemotherapie bei Krebspatienten verursacht werden. Auch der Gebrauch von Anabolika kann eine Azoospermie verursachen.

 

 

 

Die Spermienproduktion unterliegt einer Steuerung durch Hormone. Wichtige Hormone hierbei sind Testosteron, FSH und LH. Störungen des Hormonhaushaltes können die Spermienqualität beeinträchtigen. 


Beim Mann kann sich der Leistungsdruck zum Beispiel durch Erektionsstörungen oder ein verändertes Sexualverhalten bemerkbar machen. Auch kann Stress die Qualität der Spermien stark beeinträchtigen.

Eine psychosoziale Beratung vor und während der medizinischen Behandlung kann Ihnen helfen diese Probleme zu meistern.